ProBahn – Ruhrschiene 2015-2

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Inhaltsverzeichnis:

  • Kundenfreundlicher Bahnhof Bad Laasphe
  • Hessische Landesbahn mit Startproblemen
  • Obere Ruhr: Weiter Streit um Tunnelsanierung
  • Wer fährt den Siemens-RRX?
  • Regionalisierungsmittel: Zurück auf Null
  • PRO BAHN nimmt Stellung zum NVP Münster
  • Neuer S-Bahn-Takt an der Ruhr?
  • 105 kommt nicht nach Oberhausen
  • Mülheim: NVP wird etappenweise umgesetzt
  • VIA: ein Schritt vor, zwei Schritte zurück?
  • Bogestra bekommt neue Bahnen
  • Termine

 Download: Ruhrschiene 2015#2 (1,2 MB)

DB Vorstand lehnt NWL-Angebot zur Mitfinanzierung der zweigleisigen Tunnel auf der Oberen Ruhrtalbahn ab

Im Rahmen der Diskussion um die von der DB geplanten eingleisigen Sanierung des Glösinger und Freienohler Tunnels und damit der Schaffung eines 3,5 km langen eingleisigen Abschnitts zwischen Arnsberg und Meschede hatte der NWL Anfang März dem DB Vorstand angeboten, sich mit 11 Millionen € an den Mehrkosten für eine zweigleisige Sanierung zu beteiligen. Dies entspricht ca. 50 % der entstehenden Mehrkosten. Weiterlesen

Investition in die Zukunft des ÖPNV

Wern-Group schafft 30 Busse neuester Abgastechnik an
Die Anschaffung von aktuell 20 Fahrzeugen und weiteren mindestens 10 Omnibussen im Jahresverlauf wurde in erster Linie im Zuge der Einrichtung der Umweltzone in der Siegener Innenstadt notwendig, die seit Anfang des Jahres besteht. Ältere Busse werden nun nach und nach ausrangiert und durch die neuesten Errungenschaften ersetzt. Darüber hinaus werden bis Mitte des Jahres weitere Fahrzeuge angeschafft: Mit einem Buszug und sieben neuen Gelenkomnibussen wird der heimische ÖPNV-Dienstleister seinem Ziel einen wichtigen Schritt näher kommen. Zudem wird anhand der modernen Busse ein gesteigerter Komfort für die Fahrgäste erzielt. Somit handelt es sich bei den kürzlich getätigten und noch geplanten Anschaffungen um Investitionen in die Zukunft des ÖPNV, die mittel- bis langfristig für die Aufrechterhaltung eines angemessenen Busverkehrs in Siegen Wittgenstein und Olpe entscheidend sind.

Neue Bahnhöfe und Haltepunkte

Beim letzten Treffen der AG RUHR sprachen wir vor dem Hintergrund der Berichte, dass DB Station neue Haltepunkte untersuche, über mögliche neue Stationen.
Genannt wurden:
– Dortmund West (tief)
– Dortmund Kromnprinzenstraße (S4)
– Dortmund Technologiepark (S1, evtl. in Kombination mit Verlängerung nach Brögmannplatz)
– Hagen Haspe (an Voerder Straße)
– Hagen Eilpe Mitte
– Lünen Alstedde
– Oberhausen Remer
– Schwerte Westhofen
– Schwerte Geisecke oder Fröndenberg Langschede
– Dortmund Barop Parkhaus (S5, Verlegung)
– Dortmund Zoo (Mergelteichstraße, RB 52, Verlegung)
Mir fällt noch ein:
– Witten Pferdebachstraße (S5, Uni Witten-Herdecke)
– Hagen Vorhalle (S5, RB 40, Verlegung)
eventuell:
– Wetter Wengern Ost (wenn RB 40 über linke Ruhrseite)?
Vielleicht können wir in den nächsten Wochen und Monaten weitere Vorschläge sammeln und den Aufgabenträgern und ggf. DB zur Prüfung vorlegen.
Habt ihr weitere Vorschläge für eure Regionen?

Siegen Bahnhof – MOF2

Der Bahnhof Siegen wird im Rahmen der „Modernisierungsoffensive (MOF) 2“ zu einer modernen Verkehrsstation umgebaut. Um Reisenden einen barrierefreien Ein- und Ausstieg zu ermöglichen, werden unter anderem die bestehenden Bahnsteige erneuert und zwei Aufzüge neu gebaut. Außerdem erhalten die Bahnsteige moderne Beleuchtungs- und Lautsprecheranlagen sowie neue Dächer. Täglich nutzen ca. 14.500 Reisende und Pendler den Bahnhof Siegen. Von diesem Regionalverkehrsknoten aus verlaufen Strecken in Richtung Hagen, Betzdorf und Dillenburg. 2015 soll die Verkehrsstation im Rahmen der sogenannten „Modernisierungsoffensive (MOF) 2“ barrierefrei gestaltet und an moderne Standards angepasst werden. Bis zur Inbetriebnahme 2017 wird der Hausbahnsteig auf einer Länge von 100 (Gleis 1) bzw. 200 Metern (Gleis 2) neu gebaut, ebenso der Mittelbahnsteig mit den Gleisen 3/4 sowie 54/55 jeweils auf einer Länge von 215 Metern. Die Bahnsteigkanten werden auf 76 Zentimeter erhöht. Damit ist ein stufenfreier Zustieg zu den Zügen möglich. Für die bessere Erreichbarkeit der Züge und eine leichtere Orientierung der Reisenden werden zusätzlich eine Personenüberführung, zwei Aufzüge, die Treppen und das Wegeleitsystem neu gebaut. Weiterer Bestandteil der Bauarbeiten in Siegen ist die Modernisierung der bestehenden Bahnsteigdächer sowie der Beleuchtungs- und Lautsprecheranlagen.

Gespräche mit dem Verkehrsunternehmen VWS

Zum jährlichen Gedankenaustausch traf sich der AK-Vorstand mit den leitenden Vertretern der VWS, in dem die folgenden Themen angesprochen werden konnten.VCD-KV-SiWO_bei-VWS_2013-07-314_R8970

  1. Da in den nächsten Monaten der regionale Nahverkehrsplan für Bus und Bahn aktualisiert werden muss, stellte der AK die Frage nach mehr Busverkehr. Bereits heute fahren in einigen Gebieten am Wochenende und in den Schulferien keine Busse mehr.
  2. Ein großes Ärgernis der Busfahrgäste sind die mit Werbung überzogenen Fensterscheiben der Busse. Die VWS verwies hier auf die daraus resultierenden, nicht unerheblichen Werbeeinnahmen. Es werde jedoch versucht, möglichst viel Fensterfläche frei zu lassen.
  3. Die Einrichtung der Umweltzone in Siegen verursacht dem Unternehmen zusätzliche Kosten, weil neue Busse gekauft und einige Busse mit Filter nachgerüstet werden müssen.
  4. 2018 steht die erneute Ausschreibung des Busverkehrs durch die Kreise Siegen-Wittgenstein und Olpe an. Die VWS als regionales Unternehmen mit seinen ausgeprägten Kenntnissen der Region beabsichtigt, sich wieder zu bewerben.
  5. Ausgiebig diskutiert wurden die Besonderheiten von gemeinwirtschaftlichen bzw. eigenwirtschaftlichen Betrieben mit ihren spezifischen Vor- und Nachteilen, so dass die Mitglieder des AK einen guten Einblick in die Struktur von Verkehrsunternehmen allgemein erhielten.
  6. Interessiert waren die AK-Vertreter auch an den Ergebnissen der Testfahrten verschiedener Bussysteme. Der überlange Bus mit zwei Gelenken, den die VWS auch zur UNI einsetzen wollte, konnte in der hügeligen Stadt Siegen jedoch nicht überzeugen. Aber Busse mit Anhängern wird man in Siegen demnächst wohl öfters sehen.
  7. Ein Ärgernis der elektronischen Fahrplanauskunft brachte Walter Schindler (AK) zur Sprache und zeigte an Hand von Beispielen, dass Verknüpfungspunkte zwischen Bus und Bahn im Fahrplan nicht angezeigt werden.
  8. Das Schülerticket würdigten AK und VWS als großen Erfolg, da es den Schülern mehr Mobilität ermöglicht. Darüber hinaus erhofft sich der AK auch eine Reduzierung des Autoverkehrs durch weniger elterlichen Hol- und Bringverkehr.
  9. Einig waren sich alle Teilnehmer darüber, dass die Stadt Siegen dringend eine neue Haltestelle für die Fernbusse finden muss. Die regulären Linienbusse müssen häufig auf der Fahrbahn halten, weil die Bushaltestelle von Fernbussen blockiert ist.
  10. Einen weiteren Gesprächsaspekt stellte der geplante Westfalentarif dar, der aus Sicht der VWS Mehrkosten für die Verwaltung verursachen wird. Die zusätzlichen Kosten müssten an die Fahrgäste oder die Kreise weitergegeben werden.
  11. Den Abschluss der gut zweistündigen Gesprächsrunde bildeten Überlegungen zu Linienverbesserungen in Netphen-Werthenbach und Wittgenstein.

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Eisenbahn-Magazin Rothaarbahn

Siegen – Kreuztal – Hilchenbach – Erndtebrück – Bad Berleburg

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Die Rothaarbahn stellt die Verbindung von Siegen über Kreuztal – Hilchenbach – Erndtebrück nach Bad Berleburg her. Zwischen Siegen und Kreuztal fahren die Züge auf der zweigleisigen Ruhr-Sieg-Strecke. Von Kreuztal verläuft die eingleisige Strecke nach Hilchenbach am südlichen Hang des Ferndorftales und schlängelt sich mit zwei großen Kehren zwischen Hilchenbach und Erndtebrück durch das Rothaargebirge, um Höhe zu gewinnen. Besonders malerisch wirkt die Untertunnelung der Ginsburg durch den ‚Schlossberg-Tunnel‘ direkt am Rothaarsteig. Direkt vor dem mit 555m ü.M. höchstgelegenen Bahnhof Lützel befindet sich der Scheitelpunkt der Strecke. Ab hier folgt die Strecke dem Edertal. Kurz vor Erndtebrück verlaufen die letzten Kilometer direkt neben der Bundesstraße B62. Aufgrund vieler ungesicherter Bahnübergänge ist die Höchstgeschwindigkeit auf diesem Streckenabschnitt stark herabgesetzt. Im Bahnhof Erndtebrück verzweigt die Strecke, über die Obere Lahrtalbahn nach Marburg oder weiter entlang der Eder nach Bad Berleburg. In früheren Jahren gab es durchgehende Eilzüge von Köln über Siegen – Erndtebrück – Marburg nach Frankfurt. Heute verbindet die Rothaarbahn Siegen mit Bad Berleburg. In Enrdtebrück besteht Anschluss über die Obere Lahntalbahn nach Marburg. In Erndtebrück und Kreuztal gibt es noch ein gutes Güterverkehrsaufkommen.