Verbesserungen und Verschlechterungen zum Fahrpaln 2014/2015

RB93 Rothaar-Bahn Bad Berleburg – Erndtebrück – Kreuztal – Siegen
Die Maßnahme entspricht der Umsetzung der Ziele des Nahverkehrsplanes des NWL, welcher eine bessere Anbindung der Mittel- und Oberzentren vorsieht. Hier wird die ehemalige Kreisstadt Bad Berleburg über die Verlängerung bestehender, bislang jedoch in Erndtebrück endender/beginnender Fahrten zwischen Erndtebrück und Siegen an das Oberzentrum Siegen angebunden. Es handelt sich um je ein tägliches Fahrtenpaar zwischen Erndtebrück und Bad Berleburg. Verkehrstag W(Sa): Verlängerung der bestehenden Zugfahrt 21:15 an Erndtebrück weiter nach Bad Berleburg und daraus zusätzliche neue Fahrt von Bad Berleburg bis Erndtebrück. Verkehrstag Sa+So/F: Verlängerung der bestehenden Zugfahrt 22:15 an Erndtebrück weiter nach Bad Berleburg und daraus zusätzliche neue Fahrt von Bad Berleburg bis Erndtebrück. Weiterlesen

Fernlinienbusse – Konkurrenz für den Zugverkehr in Südwestfalen ?

Dem Verkehrsclub-Deutschland (VCD) liegt die NWL-Marktanalyse zu den Fernbuslinien für Siegen vor und er sieht Probleme für den regionalen Fernverkehr. Dabei bleiben völlig unterschiedliche Voraussetzungen und Gegebenheiten unberücksichtigt. Das Schienennetz von Siegen nach Dortmund, Köln und Frankfurt stammt aus dem 19. Jahrhundert. Erst gut 100 Jahre später wurden die Sauerlandautobahn und die Autobahn nach Köln gebaut. Während der Zug durch die Täler entlang der Flüsse unterwegs ist, nutzt der Fernlinienbus die direkte Autobahn über (sanierungsbedürftige) Brücken. So ergeben sich auch die teilweise großen Fahrzeitunterschiede, besonders in Richtung Norden. Die (nicht kostendeckenden) Fahrpreise der Fernbusse liegen heute noch weit unter den Verbund-Bahnpreisen. In wie weit hier eine Neustrukturierung der Bus- und Bahn-Fahrpreise und Schienenbenutzungskosten (Trassenkosten) in NRW notwendig und möglich ist, muss die Politik entscheiden. Weiterlesen

Pilotprojekt für Deutschland – Freie Fahrt für Schüler in Südwestfalen

Bereits seit sieben Wochen können alle der etwa 45.500 Schüler der Region Siegen-Wittgenstein und Olpe das kostenlose Schülerticket nutzen. Zu den Schulzeiten werden die Busse gut genutzt. Die Schüler, deren Eltern die Fahrkarte oder einen Anteil bisher selbst bezahlen mussten, können nun wie ihre Mitschüler, denen eine Fahrkarte zustand, mit den Bussen und Bahnen fahren und müssen nicht mehr laufen. Wer morgen unterwegs ist, sieht die vielen Schüler an den Haltestellen auf den Bus warten. Die Busfahrer freut es und die Verkehrsunternehmen Verkehrsbetriebe Westfalen-Süd, Busverkehr Ruhr-Sieg und die Bahngesellschaften bekommen die Transportkosten von den Kreisen Siegen-Wittgenstein und Olpe erstattet. Weiterlesen

Neue Bahnhaltepunkte – Ederlog UG

Am 1. Oktober 2014 stelle Ederlog das Gutachten zu den möglichen neuen Bahnhaltepunkten im Kreis Siegen-Wittgenstein vor.

  • Kreuztal – Buschhütten => 672 Ein- und Aussteiger / Werktag
  • Wilnsdorf – Niederdielfen => 398 Ein- und Aussteiger / Werktag
  • Siegen – Kaan-Marienborn => 224 Ein- und Aussteiger / Werktag
  • Bad Laasphe – Kurpark => nur wenige Fahrgäste
  • Kreuztal – Mitte => gute fußläufige Erreichbarkeit zum Bf. Kreuztal
  • Kreuztal – Ost => 430 Ein- und Aussteiger / Werktag

Neues Bahn-Cafe in Bad Laasphe:

Seit dem 26.09.2014 ist im Bahnhof Bad Laasphe das neue Bahn-Cafe der Kurhessenbahn eröffnet.

OLYMPUS DIGITAL CAMERADort erwartet alle ein reichhaltiges Angebot an Speisen und Getränken zu folgenden Öffnungszeiten : Mo-Fr von 6  – 18:30 Uhr, Sa/So von 8 -18:00 Uhr .

OLYMPUS DIGITAL CAMERAWer im Besitz einer gültigen Fahrkarte ist, erhält auf Heißgetränke und Backwaren  10 % Ermäßigung . Das Warten auf die Züge und Busse wird damit sehr erleichtert, die Nutzer freuen sich über das zusätzliche Service Angebot.

Bald wieder Zughalt in Womelsdorf ?

Vor einigen Jahren wurden auf Betreiben der damaligen Deutschen Bundesbahn einige Bahn-Haltepunkte aus dem Netz genommen. Seit dieser Zeit setzen sich VCD und Arbeitskreis Schienenverkehr für die Reaktivierung von Haltepunkten ein.
(Hinweis: Der VCD  hat sich entschlossen, die bisher veröffentlichten Zahlen der VCD-Studie von der Internetseite zu nehmen. Sie sind nicht vergleichbar mit den Zahlen von Ederlog. Nicht berücksichtigt wurden in der VCD-Studie, Effekte durch P&R-Parkplätze/Einpendlern, große Umbauten wie Unterführungen, Änderungen von Buslinien, sowie Zubringerdienste von Bussen zu den neuen Bahn-Haltepunkten.)VCD-Untersuchung_neue-Haltepunkte_Bf-Erndtebrück-Womelsdorf_2832x
In der VCD-Studie (kein Gutachten) wurden Siegen-Ost, Siegen–Kaan-Marienborn, Kreuztal-Buschhütten, Kreuztal-Rathaus, Bad Laasphe-Kurpark, Erndtebrück-Womelsdorf, Wilnsdorf-Niederdielfen untersucht. Baukosten für die Neueinrichtung eines Bahn-Haltepunktes belaufen sich für eine Bahnsteigseite mit barrierefreiem Zugang auf 200.000 bis 350.000 €.

Der Ansatz der VCD Studie weicht in verschiedenen Punkten vom üblichen Standardverfahren ab. Zu hinterfragen wären folgende Aspekte:

  • Motorisierungsgrad: PKW-Besitz ist ungenau, es werden nur Personen mit Erstwohnsitz erfasst, PKW-Besitz und PKW-Verfügbarkeit werden nicht berücksichtigt, Daten zu einzelnen Ortsteilen oder Wohnstraßen stehen nicht zur Verfügung
  • Bus- und Bahn-Fahrten: Es ist fragwürdig, einen einfachen Zusammenhang zwischen Fahrplanangebot und möglichen Fahrgästen anzunehmen. ÖPNV-Fahrzeit und die Erreichbarkeit des Zielortes müssen passen. Hierfür wären die Pendlerströme genauer zu untersuchen.
  • Firmen und Anwohner: Die Ermittlung der potenziellen Fahrgäste mit Radien um Bahnhaltepunkte stellt nur einen Anhaltspunkt für ÖPNV-Nutzung dar.
  • ÖPNV-Nutzung: Der übliche Ansatz von 8% ÖPNV-Nutzer in der Bevölkerung ist stark abhängig von der Erreichbarkeit des Bahnhaltepunktes.
  • Bus und Bahn: Eine Umorientierung der Fahrgäste auf einen neuen Bahn-Haltepunkt mit längerem Fußweg bei weiterhin bestehendem Busangebot wird nur durch eine kürzere Reisezeit von der Haustür zum Ziel und ein entsprechendes Bahn-Fahrplanangebot erreicht.

Die genannten Kriterien bewertet der VCD und Arbeitskreis Schienenverkehr differenzierter.

Die VCD-Studie ergab nach Beratungen mit dem Arbeitskreis Schienenverkehr für die Bahn-Haltepunkte in Bezug auf eine mögliche Reaktivierung mit hohem Fahrgastaufkommen folgende Rangliste:

  1. Kreuztal-Buschhütten => sofortige Reaktivierung
  2. Siegen-Kaan=Marienborn, Wilnsdorf-Niederdielfen, Erndtebrück-Womelsdorf  => mögliche Reaktivierung
  3. Siegen-Ost, Kreuztal-Mitte und Bad Laasphe-Kurpark => nicht erfolgversprechende Reaktivierung

Für die Mitarbeit und Bereitstellung von Daten dankt der VCD den Kommunen Siegen, Wilnsdorf, Kreuztal, Bad Laasphe, Erndtebrück, der Kraftfahrzeug-Zulassungsstelle Siegen-Wittgenstein, dem Landesbetrieb Information und Technik Nordrhein-Westfalen (IT.NRW), dem Statistischen Bundesamt, der Firma Hering Bau GmbH & Co. KG und den Verkehrsunternehmen Verkehrsbetriebe Westfalen Süd, DB-Regio Westfalen, Abellio Rail NRW, Hessische Landesbahn.

Kein Zugverkehr Obere Lahntalbahn

Wegen Gleisbauarbeiten muss der Streckenabschnitt Biedenkopf – Erndtebrück von Freitag, 03.10., bis einschließlich Sonntag, 19.10.2014, für den Gesamtverkehr gesperrt und Schienenersatzverkehr (SEV) eingerichtet werden. Die Bauarbeiten werden in den westfälischen Herbstferien durchgeführt. Beim SEV-Fahrplan werden die Zuganschlüsse in Biedenkopf und in Erndtebrück im Rahmen der üblichen Wartezeiten sichergestellt. Weiterlesen

Südwestfälisches Eisenbahnmuseum

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Das Südwestfälische-Eisenbahnmuseum dokumentiert die Historie des Ausbesserungswerks und Bahnbetriebs Siegen, der einmal zu den bedeutendsten Arbeitgebern der Region gehörte und dessen Aufgabe es war, die Versorgung der Industriebetriebe mit Rohstoffen sicherzustellen und die fertigen Güter in alle Welt zu transportieren. Das Museum zeigt eine Fotoausstellung mit historischen Aufnahmen, beheimatet das Archiv der Eisenbahnfreunde Betzdorf sowie eine große Modelleisenbahn-Anlage. An Museumstagen sind auch der Ringlokschuppen und die dort untergebrachten historischen Fahrzeuge zu besichtigen.

VCD-Landesdelegiertenversammlung fordert Modernisierung von Bahnhöfen

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Die Landesdelegiertenversammlung des VCD NRW in Essen hat sich unzufrieden über den Stand der Modernisierung von Bahnhöfen in NRW geäußert. So konnte etwa die „Allianz Pro Schiene“, in der auch der VCD vertreten ist, nach eigenen Angaben trotz Suche bei der Auszeichnung in diesem Jahr keinen preiswürdigen Bahnhof in NRW finden – ein Armutszeugnis, so die VCD-Aktiven aus ganz NRW. Vor diesem Hintergrund wurde eine Resolution beschlossen, in der es heißt: „Die Landesdelegiertenversammlung des VCD NRW fordert die Landesregierung in NRW auf, die Infrastruktur und insbesondere die Bahnhöfe und ihr Umfeld aller öffentlichen Verkehrsmittel stärker zu fördern und entsprechend dem Bevölkerungsanteil des Landes NRW and der Bundesbevölkerung entsprechende Mittel von Bahn und Bund einzufordern. Andere Bundesländer haben dieses mit großem Erfolg praktiziert.“ Dabei müssten neben Bund, Bahn und Land auch die Kommunen ihren Beitrag leisten – für den Zugang zum Bahnhof sind nämlich oft sie zuständig. Die gut 30 Delegierten aus ganz NRW hörten außerdem die Berichte des VCD-Bundesvorsitzenden Michael Ziesak und des Landesvorstandes und diskutierten die Schwerpunkte der verkehrspolitischen Arbeit in NRW.