Gespräche mit dem Verkehrsunternehmen VWS

Zum jährlichen Gedankenaustausch traf sich der AK-Vorstand mit den leitenden Vertretern der VWS, in dem die folgenden Themen angesprochen werden konnten.VCD-KV-SiWO_bei-VWS_2013-07-314_R8970

  1. Da in den nächsten Monaten der regionale Nahverkehrsplan für Bus und Bahn aktualisiert werden muss, stellte der AK die Frage nach mehr Busverkehr. Bereits heute fahren in einigen Gebieten am Wochenende und in den Schulferien keine Busse mehr.
  2. Ein großes Ärgernis der Busfahrgäste sind die mit Werbung überzogenen Fensterscheiben der Busse. Die VWS verwies hier auf die daraus resultierenden, nicht unerheblichen Werbeeinnahmen. Es werde jedoch versucht, möglichst viel Fensterfläche frei zu lassen.
  3. Die Einrichtung der Umweltzone in Siegen verursacht dem Unternehmen zusätzliche Kosten, weil neue Busse gekauft und einige Busse mit Filter nachgerüstet werden müssen.
  4. 2018 steht die erneute Ausschreibung des Busverkehrs durch die Kreise Siegen-Wittgenstein und Olpe an. Die VWS als regionales Unternehmen mit seinen ausgeprägten Kenntnissen der Region beabsichtigt, sich wieder zu bewerben.
  5. Ausgiebig diskutiert wurden die Besonderheiten von gemeinwirtschaftlichen bzw. eigenwirtschaftlichen Betrieben mit ihren spezifischen Vor- und Nachteilen, so dass die Mitglieder des AK einen guten Einblick in die Struktur von Verkehrsunternehmen allgemein erhielten.
  6. Interessiert waren die AK-Vertreter auch an den Ergebnissen der Testfahrten verschiedener Bussysteme. Der überlange Bus mit zwei Gelenken, den die VWS auch zur UNI einsetzen wollte, konnte in der hügeligen Stadt Siegen jedoch nicht überzeugen. Aber Busse mit Anhängern wird man in Siegen demnächst wohl öfters sehen.
  7. Ein Ärgernis der elektronischen Fahrplanauskunft brachte Walter Schindler (AK) zur Sprache und zeigte an Hand von Beispielen, dass Verknüpfungspunkte zwischen Bus und Bahn im Fahrplan nicht angezeigt werden.
  8. Das Schülerticket würdigten AK und VWS als großen Erfolg, da es den Schülern mehr Mobilität ermöglicht. Darüber hinaus erhofft sich der AK auch eine Reduzierung des Autoverkehrs durch weniger elterlichen Hol- und Bringverkehr.
  9. Einig waren sich alle Teilnehmer darüber, dass die Stadt Siegen dringend eine neue Haltestelle für die Fernbusse finden muss. Die regulären Linienbusse müssen häufig auf der Fahrbahn halten, weil die Bushaltestelle von Fernbussen blockiert ist.
  10. Einen weiteren Gesprächsaspekt stellte der geplante Westfalentarif dar, der aus Sicht der VWS Mehrkosten für die Verwaltung verursachen wird. Die zusätzlichen Kosten müssten an die Fahrgäste oder die Kreise weitergegeben werden.
  11. Den Abschluss der gut zweistündigen Gesprächsrunde bildeten Überlegungen zu Linienverbesserungen in Netphen-Werthenbach und Wittgenstein.

Das Gespräch bot den Mitgliedern des AK interessante und vielseitige Einblicke in Planung, Logistik und finanzielle Aspekte eines regionalen Verkehrsunternehmens.