Gute Perspektiven für den Schienengüterverkehr in Wittgenstein

Der Arbeitskreis Schienenverkehr Südwestfalen begrüßt, dass der Zweckverband Region Wittgenstein sich weiterhin um die Realisierung eines Gleisanschlusses im Industriepark in Schameder bemüht und dafür entsprechende Flächen bereithält. Da die Zeit des billigen, im Überfluss verfügbaren Öls absehbar zu Ende geht ist es erforderlich, die Effizienz des energieintensiven Gütertransports deutlich zu erhöhen. Hierzu kann der Schienengüterverkehr einen wesentlichen Beitrag leisten. Durch die Öffnung des Schienenetzes für private Unternehmen und die Verfügbarkeit kostengünstiger, dezentraler Umschlagtechniken haben sich die Voraussetzungen für die Etablierung wirtschaftlicher Schienentransporte auch in der Fläche deutlich verbessert. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis sich die Schiene auch für die in Schameder ansässigen potentiellen Gleisanschlussnutzer als wirtschaftlichere Transportalternative erweisen wird. Dies gilt sinngemäß auch für andere in Wittgenstein ansässige Industriebetriebe. Der Arbeitskreis regt daher an, in Schameder nicht nur einen Gleisanschluss, sondern perspektivisch einen zentralen Umschlagpunkt Schiene/Straße für die gesamte Region Wittgenstein einzurichten. Dies setzt aber voraus, dass ausreichend dimensionierte Flächen auch in Zukunft verfügbar bleiben. Da in Südwestfalen außerhalb der bestehenden Industriegleisanschlüsse nur noch wenige Bahnhöfe für den Frachtumschlag zur Verfügung stehen, würde ein leistungsfähiger Güterbahnhof den Industriestandort Wittgenstein nachhaltig stärken und insoweit einen wichtigen Beitrag zur Zukunftssicherung leisten.

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